Interview mit Imke Lohmann

Professionelle Herzensprojekte

Interview mit Imke Lohmann
© Imke Lohmann

von Conny Dollbaum-Paulsen

Imke Lohmann begleitet Menschen in Unternehmen. Und Menschen in ihren Unternehmungen. Sie antwortet wunderbar lebendig auf die Heilnetz-Fragen zu ihrer eigenen Unternehmung, den www.skills-erkenntniskarten.de

Wann hast du begonnen, selbständig als Coach zu arbeiten?

Imke Lohmann:
Selbständig gemacht habe ich mich in 1995. Meine Vision damals war „Wir Menschen haben Chancen, die wir sehen und nutzen müssen/sollten, denn „Der Mensch schafft die Umstände und nicht die Umstände den Menschen“

Da wir heute ja hauptsächlich über die sk!lls Erkenntniskarten bzw. über meinen Hintergrund des formulierten „Kompetenzprinzips“ sprechen wollen, ist mir selbst gerade jetzt meine damalige Vision in Erinnerung gekommen. Mit dem KompetenzPrinzip und dann mit sk!lls habe ich in 2002 begonnen um dann 2007 das Produkt der Erkenntniskarten in den Markt einzuführen.

Warum hast Du gerade das begonnen? Wie war der Kontext, der Impuls?

Imke Lohmann:
Wie vorhin schon gesagt – ich sehe meine eigene Logik und den roten Faden, der mich zu sk!lls gebracht hat.
Darüber  hinaus bin ich dem Bedarf meiner Kunden und damit dem Fluss des Lebens gefolgt.
Es gab  in 2002 eine Coaching-Situation, wo ich meinem Kunden helfen wollte schneller (!) selbst zu erkennen, was seine Handlungsoptionen sind. So schrieb ich ihm 10 Handlungen auf mit Hilfe derer er seinen alltäglichen Zeitaufwand (100 % auf 10 Handlungen verteilen) und die operative Dringlichkeit (Hitliste der 10 mit Bezug zur Unternehmensentwicklung) visuell und zur eigenen Erkenntnis zuerst im Status, dann in Optionen und am Ende in konkreten Entscheidungen darstellen konnte.

Es war irre! Er sah, was er machte und wie er es anders tun konnte. Es brauchte von mir zwei Fragen, die aufgeschriebenen Handlungen und wir hatten a) eine Umstrukturierung innerhalb seines Teams und b) Klarheit und Motivation für seine Arbeitsorganisation. Zeitbedarf: 20 Minuten

Das begeisterte mich, dass ich methodisch ermöglichen und bewirken kann, dass der Kunde selbst und schnell weiß, was zu tun ist. Mir wurde dabei auch klar, dass ich so weniger Coachingstunden abrechnen werde – weil alles einfacher wird.

So beflügelt experimentierte ich in der Praxis meiner Beratungs- und Coaching-Situationen weiter und erfreute mich an den Effekten für meine Kunden.

Damals arbeitete ich auch für viele weibliche Führungskräfte in diakonischen Einrichtungen. Deren Situation ist komplex und dergestalt, dass die Persona schnell zu viel persönlich nimmt und sich im Kontext der Führungsverantwortung über die Maßen erschöpft und dennoch verhältnismäßig wenig bewirken kann.

Im Wissen, dass man die Anforderungssituationen methodisch und sachlich darstellen kann und diese damit weniger persönlich/emotional durchleben muss, forschte und probierte ich weiter mit Handlungen, Kompetenzen und Haltungen.
Immer getrieben von der Idee, dass in der Präsenz für die Situation die Quelle für Gelassenheit sprudelt.
Ich suchte nach Wegen, die es meinen Kunden glaubhaft und nachhaltig möglich machen dass sie anders handeln und entscheiden können.
Ich konnte die Potenziale der beschriebenen Situationen wahrnehmen und wusste, dass die Kunden es selbst erkennen, verstehen und am Ende auch umsetzen müssen und das geht am besten mit ERFAHRUNG und MUT. Ich hatte Lust mich nur auf Ermutigung zu konzentrieren und es den Kunden methodisch zu erleichtern, dass Sie erkennen – was Sie wollen/können.

Was ist Dein Herzensanliegen dabei?

Imke Lohmann:
Ich liebe und schätze es, wenn Menschen (ich auch) gelassen bleiben, das Geschehen weniger persönlich nehmen müssen und damit JA! sagen zur Aufgabe/Anforderung/Entscheidung – ganz egal.

Diese Ja-Kraft zum Leben, egal wie es gerade ist ermöglicht uns, dass wir menschlich und neugierig in Verbindung treten und auch Positionen beziehen.

Es braucht Mut, um sich und Anderen etwas zu-muten zu können. Der Spruch des Religionsphilosophen Martin Buber: „Das Ich wird am Du“ ist für mich und meine Arbeit handlungsleitend.

Mit sk!lls habe ich ein Reflexionsverfahren (einen Spiegel) geschaffen – mit Hilfe dessen jede/r sich für sich selbst „bespiegeln“ kann, um andere und neue Handlungsoptionen zu finden.
Wir schauen über den Tellerrand unserer eigenen ganz natürlichen Begrenzungen und können damit mehr!

sk!lls wirkt auf jeden anders. Die einen schätzen es und die Anderen können damit weniger anfangen. Die sehr empathisch/emotional wirksamen Menschen fühlen sich manchmal sogar von sk!lls abgestoßen. Es ist in der Qualität fremd!  Jemand aus dieser Haltung, die/der sich dennoch auf sk!lls einlässt – findet etwas, das für einen kurzen Moment zeigt „ich bin mehr als das, was ich von mir denke“
Für die eher mental/analytisch orientierten Menschen ist sk!lls eine große Hilfe, denn die Wirkung der absoluten Wertschätzung von allem! und damit auch von allen Optionen schafft wertfreie Räume und das wirkt entspannend auf die Person. Es macht Freude!

Was hält das Ganze zusammen?

Imke Lohmann:

Das KompetenzPrinzip, das sagt „Wir Menschen kennen gar nicht alles, was wir können und wenn wir wirksamer werden/handeln wollen – ist der erste Schritt das Kennenlernen unserer Optionen:

Die Kurzform ist der Dreisprung: Kennen : Können : Wirken

Hast Du ein Konzept?

Darauf habe ich zwei Antworten:

  1. www.skills-Erkenntniskarten.de ist ein fertiges Produkt/ein Konzept, dass methodisch ermöglicht dass jede/r der sich auf das Instument/Konzept einlassen mag – den Mehrwert generieren kann.
    Für sich selbst z.B. im SelbstCaoching (es gibt einen Selbstcoaching-Reader) oder auch in der Anwendung und Arbeit für Andere.
  2. Meine zweite Antwort ist, dass ich als Organisationsberaterin und EntwicklungsPartnerin meinen Kunden die Möglichkeit gebe, dass Sie gelassener und entschiedener möglich machen, was möglich ist. Dazu erhalten sie Empathie, Worte, Klartext-Aussagen und vor allem Fragen und noch mehr Fragen, die sie überraschen/irritieren und damit verbinden helfen, was sie dann sich selbst als Antworten geben können. Es sind die wirksam gewordenen eigenen und ganz individuellen Ressourcen und Weisheiten.

Das ist mein Konzept als Dienstleisterin und jetzt muss ich gerad schmunzeln – es ist dem sk!lls Konzept sehr ähnlich. Einmal als Person: Imke Lohmann; einmal als sk!lls Erkenntniskarten und wer mag kann es eben auch zusammen erleben/erhalten.

Warum glaubst Du, braucht die Welt genau dieses Angebot?

Imke Lohmann:

Die Welt braucht es nicht….wirklich.
Und es macht die Welt um eine Facette reicher.

Wer heute um eine Haltung ringt oder nach Orientierung sucht, findet in beiden Angeboten (sk!lls als Produkt oder meine Leistungen) eine einfache Hilfe.
Eine Hilfe um die Komplexität zu reduzieren und klar zu sehen z.B. im Rahmen der Orientierungstage im Übergang von Studium / Schule zum Beruf und andere meiner Leistungen.

Die Hilfe wirkt durch Bewusstseinsarbeit, die Herz/Hirn und Hand verbindet und den Einzelnen ganz praktisch in seinen Möglichkeiten und Begrenzungen abholt.

Unsere Welt braucht, dass wir Menschen offen bleiben und handeln, statt uns zurück zu ziehen.
EINFACH MACHEN – sich riskieren!

Damit wird die Welt nicht besser, nur ICH, DU und wir alle leben darin gelassener – lebendig!

Fallen Dir drei Gründe ein…, warum ich zu dir kommen könnte?

Imke Lohmann:

Klar:

  1. Ich wüsste es nicht selbst zu sagen.
    Von Kunden höre ich, dass Sie mit mir arbeiten mögen, weil ich authentisch und menschlich bin. Für einen Chef ist es hilfreich, wenn die Mitarbeitenden mich akzeptieren, weil sie „sich gesehen fühlen“. Da kann man dann gut über Qualitätsverbesserungen als ein Beispiel reden. Das im professionellen Handeln zu erleben ist vielleicht ein Grund
  2. Auf jeden Fall wirkt die Arbeit schnell, überraschend, praktisch, beteiligend und immer handlungsleitend
  3. Ich kann gut Worte machen, die verstehen und erkennen helfen.
    So funktioniert ja auch sk!lls. Meine Fragen sind so überraschend und die Thesen so hilfreich, dass auch Chefs sagen „das will ich von Ihnen lernen“ Vermutlich ist es die Mischung von Empathie/Kreativität und spiritueller Anbindung mit dem rational/analytischem Vermögen, die eher selten im Beratungsbusiness ist. Herz/Hirn und Hand in Reinform…? Vielleicht?

Vielen Dank an Imke Lohmann für diese wunderbar lebendigen, erlebnisnahen Antworten  -das Gespräch führte Conny Dollbaum-Paulsen mit Hilfe des Heilnetz-Projekt-Fragebogens.

Links:

Ein Artikel von Imke Lohmann

Personenorientierte Unternehmensberatung für Unternehmen unterwegs

Rathausstraße 5
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www.unternehmen-unterwegs.de

 

 

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